Mutanfall

Einfach mal machen!

Was ist Mut? 

Ist es, sich etwas zu trauen was man eigentlich für unglaublich dämlich hält, es aber trotzdem macht? 

Ist es „über seinen Schatten springen“? Oder die reine Suche nach dem Adrenalinkick? Und warum fällt es manchen Menschen so leicht mutig zu sein und anderen dafür unglaublich schwer? Liebe*r Träumer*in, der heutige Artikel handelt davon, warum ich denke, dass jeder Mensch mutig ist und warum dir ein Mutanfall wahrscheinlich gut tun wird.

Ich war noch nie ängstlich. Ich bin gerne unterwegs, ich erlebe gerne Dinge und Adrenalin ist mir auch nicht fremd. Bin ich deswegen mutig? Nein, ganz und gar nicht. Nach außen hin wirke ich wie die Ruhe selbst. Eine starke selbstbewusste Frau, die ganz genau weiß was sie tut. Innerlich,… uiuiui, glaub mir, da sieht die Welt oft ganz anders aus.

Der entscheidende Unterschied ist jedoch, dass es mir egal ist, dass das Außen und das Innen sich nicht gleichen.

Ich habe über die Jahre gelernt zwar auf mein Inneres zu hören, aber genau abzuwiegen, was ich sich in meinen Gedanken abspielt. Ich höre genau hin, was mein Gedankenwelt da zuschreit (flüstern wäre in den Situationen wirklich untertrieben). Und meistens ist es totaler Quatsch. Alte Ängste, nicht gut genug zu sein oder völlig irrationale Gedanken die mir zu Sicherheit raten, brüllen mich dann an. 

Die Frage ist lieber Träumer…

Wem hörst du in so einer Situation zu? Der Angst? Oder der Vernunft?

Ein Beispiel: Ich bin hauptberuflich Trainerin im Vertrieb (auch das war übrigens ein Traum von mir schau mal hier). Ich stehe folglich öfter vor Gruppen und halte Vorträge oder Workshops. Am Anfang schlug mir dabei das Herz bis zum Hals. Vielleicht kennst du das:

Noch 10 Minuten bis zum Vortrag. Deine Hände sind schweißnass, deinen Herzschlag spürst du am Hals, im schlimmsten Fall kommt auch noch ein leichtes Fiepen auf dem Ohr oder dein Auge fängt an zu zucken. In deinem Kopf ist richtig Achterbahn:

  • Die werden dich mit Fragen löchern, die du nicht beantworten kannst und du stehst da wie der Depp des Jahrhunderts!
  • Die Technik versagt garantiert und ich fummle hier ewig rum, bis alle anfangen zu lachen
  • Warum habe ich ja gesagt? Ich kann das gar nicht gut genug.
  • Und so weiter und so weiter…

Nicht ein vernünftiger Gedanke dabei. Denn lieber Träumer, was ist mit deiner Vorbereitung? Du hast geübt, du hast dich gewappnet, dir von Freunden/Kollegen Feedback eingeholt. Kurzerhand: Du bist bereit. Aber hörst du diese Gedanken gerade? Garantiert nicht. Zu groß ist die Angst vor dem was kommt. Dein Körper will dich schützen. Er schaltet in den „Fight or Flight“-Modus. Entweder du kämpfst oder du flüchtest. Durch deine Adern schießt Adrenalin, dass du benötigst um schneller handeln zu können, egal für welchen Fall du dich entscheidest. Das Problem? Dein Hirn ist auch auf diesem Modus… du funktionierst, aber eben nicht unbedingt rational. 

Was heißt das für dich?

Du kannst zwei Lehren daraus ziehen, die sehr simpel und effektiv sind, wenn du sie dir bewusst machst:

  1. Dein Körper REAGIERT noch, AGIERT aber nicht mehr. Halte also inne, und DENK RATIONAL… Du hast dich vorbereitet, die Technik läuft, ihr hattet Probedurchgänge, für den Notfall hast du einen Flipchart, wo du Themen drauf schreibst die du nicht beantworten kannst. Was soll rational passieren?
  2. Je öfter du diese Situation durchlebst, desto alltäglicher wird sie. Dein Körper gewöhnt sich daran. Plötzlich sind Vorträge vor Menschengruppen zwar weiterhin aufregend, aber du hast es schon 20 Mal gemacht. Du bekommst Routine, die gibt dir Sicherheit. Das Adrenalin wird weniger und somit sind auch deine Gedanken beherrschbarer.

Tja, nur was tun mit diesem Wissen? Es gibt viele Techniken und Methoden, die dir dabei helfen mutig zu sein. 

  • Die Wichtigste ist, dass du dir bewusst wirst, was in solch einer Situation mit dir passiert. Bring Rationalität rein! Schreib es im Notfall auf oder bitte einen Freund mit dir die Angst auszudiskutieren.
  • Eine weitere Technik, die ich persönlich seit einiger Zeit anwende, nennt sich: Mutanfall. Klingt seltsam, aber genau das ist es. Ich habe beispielsweise Respekt vor Höhe. Je älter ich werde, desto schlimmer wird es. Vielleicht kennst du das auch? Ich will das aber nicht akzeptieren. Also habe ich damit angefangen, einmal im Jahr etwas mit „Höhe“ zu machen, was mir richtig Angst macht. So richtig, mit wackeligen Knien und Stoßatmung… kein Deo wirkt mehr… du verstehst. Wichtig ist, dass es dir richtig Angst macht und nicht nur unangenehm ist. Damit du weißt was ich damit meine, werde dir auf Instagram und Facebook diese Woche mal ein Video hochladen. Ein Mutanfall animiert dich dazu einfach mal zu machen.

Warum tue ich das?

Ich zwinge mich in solche Situationen um zu üben. Dabei erzwinge ich quasi eine Art Routine. Ich nehme bewusst diese Angstgedanken wahr und akzeptiere sie auch. Jedoch denke ich dann ganz bewusst rational und zähle die Dinge auf, die dafür sprechen es durchzuziehen. Und ja, der letzte Rest den es bedarf, um es durchzuziehen, ist Mut. Reiner Mut, mit weichen Knien und einem Rest Gedanken von „bin ich eigentlich bescheuert“. Alles andere ist gelogen.

Ich habe „Mutanfälle“ in verschiedensten Bereichen in meinem Leben bereits ausprobiert und kann dir sagen, liebe*r Träumer*in, das Gefühl, wenn du von der Bühne kommst mit Applaus, dir jemand sagt was für ein Vorbild du bist oder du einfach mit pochendem Herzen vom Bungee-Seil auf der Erde losgemacht wirst (mit dem größten Lächeln deines Lebens).

Das ist nicht Mut, DAS IST STOLZ!

Diese pure Freude im Herzen. Und dieses Gefühl wünsche ich dir, denn je öfter du das machst, desto größer wird dein Selbstbewusstsein, dass du noch ganz andere Dinge im Leben schaffen kannst. Mach deine Träume endlich wahr!

Was ist es also, was du für deinen ersten Mutanfall auswählst? Was wirst du einfach mal machen?

  • Dich auf einer Party zu fremden Menschen stellen und dich einfach unterhalten?
  • In einen Hochseilgarten gehen?
  • Surfen, obwohl du Angst vor Haien hast? 

Du entscheidest! Aber tu‘ es. Glaub mir, du wirst auch ein Fan von Mutanfällen und mit jedem einzelnen Versuch wachsen. Und jetzt gleich der Erste: Nimm Kontakt zu mir auf. In einem kostenfreien Erstgespräch helfe ich dir erste Schritte Richtung Traum zu gehen. KLICK.

Liebe*r Träumer*in, bist du bereit?

Deine Traumverwirklicherin

PS: Selbstverständlich solltest du bei allem „Mut“ dich bitte an Gesetze halten und auf dich aufpassen… ich glaube das versteht sich hoffentlich von alleine.

Sina Hübsch
Sina HübschMentorin & Coach für Traumverwirklichung
Damit aus einem „später“ ein „jetzt“ wird. Bist du bereit deine Träume in Ziele zu verwandeln? Ich helfe dir dabei!
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